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VOM VERSUCH GUTES ZU TUN

Persönliche Erklärung von Befeni Gründer Maik Ernst

Liebe Besucherin,
lieber Besucher,

die Coronakrise hat uns alle wie ein Schlag getroffen. Plötzlich und völlig unerwartet befindet sich die gesamte Welt im Lockdown. Ein wahr gewordener Katastrophenfilm, ein Albtraum.

Menschen sterben. Die Berichte in den Medien, vor allem aus Italien, Spanien und New York, sind erschütternd.

Um mich herum werden Existenzen vernichtet. Viele meiner Freunde sind ebenfalls Gründer und müssen ihre Träume begraben, weil sie für ihre Firmen Insolvenz anmelden müssen. Andere arbeiten in Festanstellung und müssen in Kurzarbeit mit weniger Lohn auskommen oder haben direkt die Kündigung erhalten und sind nun völlig unverschuldet arbeitslos geworden. Von den Spätfolgen dieser wirtschaftlichen Katastrophe ganz abgesehen.

Auch ich habe Angst. Angst um meine Eltern, meine Familie, meine Freunde. Und auch Angst um mein Team. Um die fast 200 Arbeitsplätze bei Befeni. Und natürlich auch um meine Existenz. Denn Befeni ist noch ein junges Unternehmen. Befindet sich noch im Aufbau. Die Firmenentwicklung und unsere Zahlen unmittelbar vor der Coronakrise waren hervorragend - aber wir waren weit entfernt davon, genügend Reserven zu haben, um einen mehrmonatigen Lockdown zu überleben.

Wie schlimm wird es wohl? Werden wir es schaffen? In dieser Phase kamen Mitarbeiter auf mich zu, ob wir nicht Teile der Produktion umstellen könnten. Auf Gesichtsmasken. Die würden an jeder Stelle fehlen.

Ich war NICHT begeistert von der Idee. Denn ich weiß, wie die Menschen ticken. Von Hemden auf Masken umzuschwenken? Da nutzt doch jemand die Krise aus, um Profit zu schlagen! Wie kann man in dieser Zeit an Gewinnmaximierung denken? Aber objektiv gesehen überwiegen die Vorteile. Masken helfen einfach dabei, das Virus einzudämmen. Und Masken sind überall ausverkauft. Wenn wir mit der Produktion von Masken auch nur einen Menschen aus der Risikogruppe davor schützen, sich anzustecken, weil sein Gegenüber eine Gesichtsmaske getragen hat - und somit Leben retten! - hat es sich schon gelohnt.

Und Zum Thema Profit? Ich möchte keinen Profit aus der Krise schlagen. Wenn unsere Kosten gedeckt sind, können wir die darüber hinaus anfallenden Gewinne gern spenden. Wenn die Arbeitsplätze meiner Mitarbeiter in Thailand und Deutschland gesichert sind, benötige ich keinen großen Profit in dieser schweren Zeit.

Also haben wir angefangen, Masken zu produzieren und ein Statement veröffentlicht, dass wir "Alle Gewinne aus dem Verkauf der Masken" spenden. Und zwar an die Stiftung der Universitätsmedizin in Essen zur Forschung gegen das Coronavirus. Dann können wir dreifach helfen: Zur Eindämmung des Virus beitragen, Arbeitsplätze sichern und die Forschung unterstützen. Super. So wurde es gemacht.

Und die Menschen lieben unsere Masken. Wir kriegen tolles und teilweise auch sehr bewegendes Feedback zu den Masken. Das freut mich natürlich sehr!

Leider aber hilft auch die Non-Profit-Idee nicht, alle Menschen zu zufrieden zu stellen. Ich hätte nie gedacht, dass es auch jetzt noch Kritik geben könnte. Von unschönen Kommentaren unter der Gürtellinie bis hin zu konkreten Klageandrohungen lässt sich alles im Posteingang und in den sozialen Medien finden. Ich könne den Gewinn am Monatsende künstlich heruntersetzen, indem ich mir einfach für den jeweiligen Monat einen fetten Bonus zahle. "Wie hoch EXAKT sind denn überhaupt Eure Kosten?" "Was GENAU kostet denn eigentlich die Produktion?" "Legt mal Eure Bücher offen".

Der traurige Höhepunkt wurde Mittwoch Abend erreicht. Der Geschäftsführer der Stiftung zur Forschung gegen das Coronavirus, an die wir unsere Spenden richten, hat uns eine E-Mail weitergeleitet, in dem er von einem freien Journalisten vor uns gewarnt wird. Der Journalist hätte herausgefunden, dass die Befeni GmbH 2018 Verluste gemacht hat (dies ist korrekt - steht ja auch im Bundesanzeiger). Außerdem würden wir unsere Mitarbeiter in Thailand ausbeuten; es würde nur ein Stundenlohn von € 0,73 bezahlt.

Ich hatte vor Wut Tränen in den Augen. Wer uns kennt, weiß, welche Arbeitsbedingungen in unserer Produktion herrschen. Viele Kunden und Vertriebspartner, die ihren Urlaub in Thailand verbracht haben, haben unser Angebot angenommen, sich selbst ein Bild von der Produktion zu machen und waren begeistert.

Es ist einfach eine Frechheit, uns derart zu diffamieren. In was für einer Welt leben wir, wenn jemand, der Spenden leistet, derart angegriffen wird?

Update Mai 2020: Ich habe soeben den bisher von uns FREIWILLIG gespendeten Betrag auf der Homepage veröffentlicht: Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Spendenbetrag i.H.v. von EUR 90.000,00 gezeigt haben, dass diedse Aktion kein bloßer "PR-Gag" war und es uns ein großes Anliegen ist, mit Befeni einen Unterschied in der Welt auszumachen.

Und das ist übrigens ein wichtiger Punkt. Wir spenden FREIWILLIG. Denn ich bin mir sicher, dass - wenn wir (wie die meisten der anderen Maskenhersteller) keinen Cent spenden würden - nicht eine Maske weniger verkaufen würden.

Darüber hinaus wurde mir aus juristischer Sicht empfohlen, die Formulierung "ALLE Gewinne" für die Zukunft nicht mehr zu verwenden, da diese Formulierung zu viele Rechtsunsicherheiten beinhaltet. Wenn ich z.B. meinem Team im Lager für den außergewöhnlichen Einsatz im laufenden Monat eine Sonderzulage bezahlen möchte, könnte mir dies bei einem etwaigen Rechtsstreit als eine künstliche Gewinnherabsetzung ausgelegt werden. Und das könnte dazu führen, dass uns mit der Aussage, "ALLE Gewinne" zu spenden, Irreführung vorgeworfen werden könnte. Es ist wirklich kaum zu glauben.

Daher nehme ich ausdrücklich diese Formulierung für die Zukunft zurück. Ich habe weder die Zeit, noch die Lust, mich dafür rechtfertigen zu müssen, wie etwaige Gewinne zustande kommen, und überlasse es der Fantasie eines jeden Einzelnen, wie sich der Spendenbetrag in Zukunft zusammensetzt. Ich bin mir aber sicher, dass es aufgrund der beeindruckenden Spendenhöhe relativ wenig Raum für Skeptiker geben wird.

Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unseren Gesichtsmasken einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten können, und freue mich auf noch viele weitere hohe Spendenschecks, die wir in den nächsten Monaten übergeben können.

Ein großes DANKESCHÖN an alle selbständigen Befeni Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner, dass Ihr diese Aktion so stark unterstützt und Euer Bestes gebt! Nur durch Euren Einsatz sind wir in diesen schweren Zeiten überhaupt in der glücklichen Lage, etwas spenden zu können.

Gemeinsam werden wir diese Krise meistern.

Bitte passt alle auf Euch auf und bleibt gesund!

Euer

Maik Ernst

Gründer und Geschäftsführer Befeni GmbH

Langenfeld, 03. April 2020